Sencha
Über Langeweile kann sich Sencha wohl nicht beklagen: DJ, Veranstalter, Journalist, Networker und Labelbetreiber- all das kommt bei ihm in verschiedensten Projekten zusammen.
Wenn man das DJing als Ausgangspunkt all dieser Arbeit betrachtet, ist dies das komplexeste Thema, wenn es einzig darum geht, Sencha’s vielseitigen Sound einzugrenzen. Sagen wir es so- es ist Electronic Dance Music, meist mit einer besonders guten Portion Bass. Für die Mainfloors könnte man es ganz einfach mit dem modernen Lieblingsbegriff „Electro“ greifbar machen, der ja momentan alles Mögliche abdeckt. Dabei eifert Sencha aber weniger bekannten Soundschemen nach, als dass er die Crowd vielmehr mit frischen, interessanten Tunes aus verschiedensten Genres in Bewegung hält. So verwandelt sich das Prinzip „Hitmaschine“ bei ihm in einen völlig neuen Zusammenhang- denn er ist Crowdpleaser, ohne Erwartungen zu erfüllen. Und dass es so bestens funktioniert, zeigen nicht nur die regelmäßigen Veranstaltungen im Leipziger Kultclub „Distillery“ und Bookings bei den großen Festivals wie „SonneMondSterne“ und „Splash!“…
Sein Weg ging die letzten 14 DJ-Jahre über Techno mit Soul bis hin zu der heutigen Schnittmenge an Musik, die sich grob im tanzfreundlichen Bereich von 125-140 Bpm befindet. Vor vielen Jahren zum ersten Mal mit NuBreaks in Berührung gekommen, verfolgte er mit dem eigens gestarteten Webmag „NuSkoolBreaks.net“ nicht nur den Aufbau der deutschsprachigen Szene in diesem Bereich. Darüber hinaus eröffnete ihm diese Musik einen Freiraum, den er zuvor vergeblich gesucht hatte. Auf einmal war der Sound nicht mehr schwarz-weiß, nicht mehr nur Techno oder House, Drum’nBass oder Hip Hop. Bei dieser Musik kam alles in einer perfekten Kombination zusammen. Daher auch die unermüdliche Arbeit für das Webmag, und so wurde über die Jahre ebenso regelmäßig bei Printmags wie „Raveline“ und „Vibe“ journalistisch missioniert.
Die musikalische Freiheit führt Sencha dabei immer wieder an verschiedenste Orte, die es zu bespielen gilt. Das kann der szenigste Club der Stadt ebenso sein, wie eine Industrieruine, gemütliche Lounges oder DJ-Support für Live-Konzerte. Letztendlich ist nur Eines entscheidend- gute Musik, und das passend zur jeweiligen Situation. Und davon gab es schon eine ganze Menge!
Gern öfter in Berlin, Dresden, Weimar, Stuttgart und anderen Städten Deutschlands- vor allem aber natürlich in Leipzig, wo er sich besonders stark für Veranstaltungen und Bookings- meist als Kopf hinter der „Black Belt Boogie“-Crew- einsetzt. So sorgte Sencha zeitig dafür, dass neue Musikstile wie Dubstep, Baile Funk, Grime, Nu Rave oder eben auch Breaks repräsentiert werden. Aber genug mit Kategorien- hatten wir uns nicht auf kompromisslose Electronic Dance Music mit hohem Partyfaktor geeinigt?
